Blankenburg entdecken
Ein Tag in
Blankenburg
Vormittags durch 400 Jahre Gartenkunst, mittags durch die Altstadt, nachmittags auf die Teufelsmauer, abends auf die Terrasse: ein Tagesplan, der ohne Auto zwischen den Stationen auskommt.
- 1 Tagvier Stationen
- Zu Fußab Kleines Schloss
- 100 haSchlossgärten
- 3 Stempelder Wandernadel
KI-Bild
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Start
Parkplatz am Museum
Kleines Schloss -
Vormittag
Barocke Gärten und
Kleines Schloss -
Mittag
Altstadt, Rathaus,
Bergkirche St. Bartholomäus -
Nachmittag
Großvaterfelsen und
Teufelsmauer -
Abend
Einkehr am Großvaterweg,
Blick über die Stadt -
Tourist-Information
Schnappelberg 6
38889 Blankenburg (Harz)
Warum dieser Tag in dieser Reihenfolge
Blankenburg hat zwei Gesichter, und sie liegen erstaunlich dicht beieinander: unten die Stadt mit Schlössern, Gärten und Fachwerk, oben der Fels. Wer beides an einem Tag will, nimmt am besten erst die Kultur, dann die Natur – nicht umgekehrt.
Der Grund ist das Licht. Der Großvaterfelsen liegt östlich der Stadt, der Blick geht nach Westen. Am späten Nachmittag steht die Sonne tief über dem Harzvorland – dann sieht man von oben genau die Schlösser und Gärten, durch die man vormittags gelaufen ist. Morgens hätte man dort Gegenlicht.
Der zweite Grund ist praktisch: Die Gärten haben Öffnungszeiten, der Fels nicht. Was an Zeiten gebunden ist, gehört nach vorn.
Der Tag, Station für Station
Vier Etappen, ein Parkplatz. Die Zeiten sind Vorschläge – die Reihenfolge hat einen Grund.
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1
Vormittag: 400 Jahre Gartenkunst
Das Ensemble der Blankenburger Schlossgärten umfasst rund 100 Hektar und gehört zu den größten und ältesten Gartenanlagen Sachsen-Anhalts – es ist Teil der Landesinitiative Gartenträume. Der barocke Terrassengarten entstand ab 1718, mit Brunnen, Sandsteinfiguren, Vasen und geschnittenen Hecken, die bis heute erhalten sind. Dazu kommen Berggarten mit Teehaus, Fasanengarten, Schlosspark mit Schlossteich, Tiergarten und die Obere Mühle.
Das Kleine Schloss wurde 1725 als fürstliches Gartenhaus gebaut; sein Terrassenpark ist der Teil, den die meisten im Kopf haben, wenn sie „Barockgärten Blankenburg" sagen. Schlosspark und Tiergarten sind ganzjährig frei zugänglich. Terrassengarten und Fasanengarten haben Öffnungszeiten: April bis September 9 bis 21 Uhr, Oktober bis März 10 bis 17 Uhr. Der Berggarten schließt im Winter ganz – er hat April bis September 9 bis 21 Uhr und Oktober bis November 10 bis 17 Uhr, von Dezember bis März gar nicht (Stand August 2026 – vor dem Besuch prüfen).
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2
Mittag: die historische Altstadt
Vom Kleinen Schloss sind es wenige Minuten in die Altstadt. Drei Ziele stehen hier in jeder offiziellen Empfehlung: das historische Rathaus, die Bergkirche St. Bartholomäus und Deutschlands einziges historisches Herbergsmuseum.
Über der Stadt liegt das Große Schloss – Wahrzeichen Blankenburgs mit über 900 Jahren Geschichte und das größte noch erhaltene Welfenschloss. Seine barocke Gestalt bekam es im 18. Jahrhundert, als Blankenburg welfische Fürstenresidenz unter Ludwig Rudolf war. Besichtigen kann man es – April bis Dezember, Mittwoch bis Sonntag 10 – 16 Uhr. Innenhof und Teilbereiche sind frei zugänglich, die Innenräume nur mit Führung (rund 80 Minuten, 8 € ab 14 Jahren, Kinder frei, nur Bargeld). Für einen Tagesplan heißt das: Die Führung müssen Sie einplanen, spontan durchs Haus geht nicht. Und das Schloss ist eine Baustelle – nicht barrierefrei, mit Treppen.
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3
Nachmittag: auf den Fels
Jetzt nach oben: Vom Gästeparkplatz oberhalb des Kleinen Schlosses führt der Weg über die Hasselfelder Straße (B 81) in den Großvaterweg und von dort zum Großvaterfelsen – 317 Meter, westlicher Abschluss der Teufelsmauer, Gipfel mit Geländer und einer Wetterfahne von 1998.
Am schmalen Weg nach oben steht der Stempelkasten der Stempelstelle 76 der Harzer Wandernadel – noch unterhalb der Felsstufen. Der Aufstieg selbst verlangt etwas Geschick, der Kammweg darüber Trittsicherheit. Alle Einzelheiten stehen im Artikel über den Großvaterfelsen und, für Sammler, in dem über die Stempelstelle 76.
Wer mehr Zeit hat, hängt den Löbbeckestieg an: Kammweg von 1853, Ziel ist das Hamburger Wappen (252 m) bei Timmenrode. Strecke und Gehzeit stehen im Guide zur Teufelsmauer-Wanderung.
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4
Abend: unten bleiben, oben sitzen
Der Großvaterweg endet nicht am Felsen – hier steht auch unser Haus. Google Maps rechnet von unserer Adresse bis zur Stempelstelle 37 Meter: Nach dem Abstieg sind es also wirklich nur ein paar Schritte bis zur Terrasse, mit dem Blick über die Stadt, durch die der Tag geführt hat. Neben dem Haus ist Platz zum Parken – kostenlos, mit freiwilliger Spende für den Erhalt –, und Hunde dürfen mit. Das ist der einzige Teil dieses Plans, bei dem wir nicht neutral sind.
Den Tag oben ausklingen lassen
Italienische Küche am Großvaterweg, direkt unter dem Felsen: hausgemachte Pasta, Pizza aus dem Ofen und eine Terrasse, von der aus man Blankenburg von oben sieht. Nach einem Tag zwischen Gärten und Fels muss niemand noch einmal ins Auto steigen.
- Panoramaterrasse
- Italienische Küche
- Am Fuß des Felsens
Wenn ein Tag nicht reicht
Drei Ziele passen nicht mehr in denselben Tag, lohnen aber je einen halben:
- Burg und Festung Regenstein rund drei Kilometer nördlich der Stadt auf einem Felssporn, erstmals 1169 erwähnt. Das Besondere: die aus dem Sandstein gearbeitete Architektur mit 32 erhaltenen Felsräumen
- Kloster Michaelstein ehemaliges Zisterzienserkloster an der Straße der Romanik, mit Kloster-Kräuter- und -Gemüsegarten; seit 2005 in der Obhut der Kulturstiftung Sachsen-Anhalt
- Zwei weitere Stempelstellen Barocke Gärten (HWN 78) und Ruine Luisenburg (HWN 77) liegen rund 1,1 bzw. 1,6 Kilometer von uns – zusammen mit HWN 76 ein Nachmittag mit drei Stempeln
Praktisch für den Tag
Parken geht auch am anderen Ende. Wer den Tag umgekehrt beginnt, stellt das Auto neben unserem Haus am Großvaterweg 15 ab – dort ist Platz für Gäste und Wanderer, kostenlos, mit einer freiwilligen Spende für den Erhalt. Bis zur Stempelstelle sind es von da 37 Meter.
Festes Schuhwerk – der Nachmittag führt über Fels und Eisentreppen, und der Sandstein wird bei Nässe, Laub oder Frost rutschig. Für die Gärten genügt alles, was bequem ist.
Öffnungszeiten am Morgen prüfen. Gärten, Museen und das Große Schloss haben eigene Zeiten und eigene Saisons – und die ändern sich. Ein Anruf bei der Tourist-Information (Schnappelberg 6) ersetzt eine verpatzte Anfahrt.
Mit Kinderwagen ist der Nachmittag nicht machbar. Als Ersatz gibt es den ausgewiesenen Kinderwagen-Rundweg Teufelsmauer durch den Heidelberg: 6,9 Kilometer, rund 1 Stunde 50 Minuten, als leicht eingestuft, 105 Höhenmeter auf breiten Waldwegen.
Bei Regen tauschen Sie den Fels gegen Innenräume: Herbergsmuseum, Kloster Michaelstein, Altstadt. Der Blick vom Felsen lohnt sich ohnehin nur bei klarer Sicht.
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Quellen: Stadt Blankenburg (Barocke Schlossgärten – Öffnungszeiten je Garten, Berggarten von Dezember bis März geschlossen; Schlosspark und Tiergarten ganzjährig frei), rettung-schloss-blankenburg.de (Großes Schloss – Saison April bis Dezember, Mi–So 10–16 Uhr, Führungszeiten, Eintritt 8 €, Barzahlung, Baustelle, nicht barrierefrei), Gartenträume Sachsen-Anhalt (Schlossgärten Blankenburg –
Ensemble, 100 Hektar, Terrassengarten ab 1718, Zugang und Öffnungszeiten),
Harzer Tourismusverband / Harzinfo (Altstadt mit Rathaus, Bergkirche St. Bartholomäus und
Herbergsmuseum, Burg Regenstein, Kloster Michaelstein, Tourist-Information),
harz-travel.de (Großes Schloss – 900 Jahre, größtes erhaltenes Welfenschloss, barocker
Ausbau im 18. Jahrhundert), harzlife.de (Kleines Schloss, 1725 als fürstliches
Gartenhaus), Harzer Wandernadel (Stempelstelle 76, Zugang, Löbbeckestieg),
Harzinfo (Kinderwagen-Rundweg Teufelsmauer).
Öffnungszeiten und Eintritt können sich ändern – verbindlich ist immer
der Betreiber. Preise nennen wir bewusst nicht. Stand: August 2026.
Bildhinweis: Die mit „KI-Bild" gekennzeichneten Landschafts- und
Ortsaufnahmen sind künstlich erzeugt und zeigen die Orte nicht fotografisch.
Das Foto der Terrasse ist eine echte Aufnahme unseres Hauses.
Erst die Stadt. Dann der Fels. Dann wir.
Reservieren Sie für den Abend – nach einem Tag zwischen Barockgärten und Teufelsmauer ist der Weg zur Terrasse der kürzeste des Tages.